Mensa mal kreativ

Heute in der Mensa:
Menu 1: Kalbsfleischkäse
Menu 2: Gemüseschnitzel

Als Beilage hätte ich ja Reisnudeln serviert.

Der begehrte Platz am Notausgang im Flugzeug

Vorgestern im Flugzeug. Ich sitze hinter der Reihe am Notausgang.

Der Maitre de Cabine fragt den Herrn am Notausgang:
MdC: „Haben Sie schon mal am Notausgang gesessen?“

Passagier: „So… gefühlte… hundert mal.“

MdC: „Oh prima. Dann machen wir jetzt mal einen Test. Wie schwer ist denn die Tür?“

P: „35 kg etwa“

MdC: „Falsch. 13 kg. Wenn Sie so weiter machen, sehe ich schwarz für Sie und ich muss jemand anderen hierher setzen.“

Erste Tour mit Vicky

2 Stunden, 100 km. Der erste Teil der Tour von Bern über Lanzenhäusern und Schwarzenburg bis Guggisberg wurde nicht aufgezeichnet – ich hab vergessen, das App zu starten. Schliesslich hatte ich wichtigeres zu tun. Aber gerade der fehlende Abschnitt ist landschaftlich wie fahrtechnisch traumhaft schön. Werd ich sicher mal wiederholen – vielleicht als Anfang zu einer anderen Route als heute.

 

The tour on CheckMyTour

Die Tour…

Bis auf den zu kurzen Seitenständer (wegen der Tieferlegung) hat alles gepasst: Handschuhe, Helm, Hose, Jacke, kleiner Tankrucksack, und die V-Strom selbst. Passt wie angegossen. Jetzt müssen wir uns noch richtig anfreunden. 10 Jahre ganz ohne motorgetriebenem Zweirad und fast 30 Jahre ohne richtiges Motorrad ist eine lange Zeit.

Neues Fuhrparkmitglied: Vicky

Vicky? Na ja, irgendwie muss sie ja heissen, die V-Strom von Suzuki. Ganz neu, bzw. Modell 2007, erste Zulassung Juli 2006, dann lange beim Händler gestanden und seit vorgestern im neuen Zuhause. Wieso eine V-Strom: nun, nach Prius (Hybrid), Twike (100% elektrisch) und meinem „Bonanza-Fahrrad“, einem Bosch-und Muskelkraft getriebenem E-Bike, kam nur etwas in Frage, das mit „Strom“ fährt. Und sei es ein dummer Tankaufkleber…

Nein, im Ernst:

Ich bin auf ziemlich seltsamen, verwinkelten Wegen zur zur V-Strom gekommen. Nach einer DKW Mofa und einer Yamaha FS1 (Mokick) hatte ich anfangs des Studiums eine Yamaha XS400 DOHC – habe sie aber schnell verkauft, da Auto und Motorrad für einen Studenten zu teuer waren und ich wohl doch eher der Gelegenheits-Biker bin. Damals gefiel mir eigentlich Honda viel besser als Yamaha, und mein Traum war eine 😯 Güllepumpe. Da mein Bruder aber als Schrauber bei einer Yamaha-Vertretung arbeitete, kam etwas anderes als Yamaha aber nicht in Frage, und eine CX war tabu 😦

Mit 30 habe ich mir einen roten Yamaha Beluga 125er Roller gekauft und täglich auf dem Weg zur Uni und zum Einkaufen benutzt. Leider musste ich ihn nach 4 Jahren verkaufen, weil ich das Geld für ein neues Auto brauchte. 3 Jahre später kam dann ein Yamaha Majesty 250 DX ins Haus, den ich sehr viel und auch auf längeren Strecken bewegt habe. Sogar von Münster mit geschätzten 100 l Campinggepäck bis zum Lago Maggiore. Ich habe ihn abgeschafft, als ich beruflich von Münster in die Schweiz gezogen bin und mit möglichst wenig Altlasten umziehen wollte.

Mittlerweile scheine ich wohl mitten in der Midlife Crisis angekommen zu sein, und habe vor ein paar Wochen begonnen, den Markt nach gut erhaltenen Honda CX500 E oder CX650 E abzusuchen (Jugendtraum, siehe oben). Ich hab auch eine gefunden, die technisch absolut top ist, aber optisch leider verbastelt. Nach der Probefahrt hatte ich Blut geleckt. Der Preis zuzüglich den geschätzten Kosten für kosmetische Massnahmen erreichte allerdings ein Niveau, bei dem man ernsthaft über ein deutlich neueres, moderneres Bike nachdenken kann.

Von mehreren Besuchen auf der Dortmunder Motorradmesse so um 2000 herum konnte ich mich gut erinnern, dass mich nur wenige Modelle wirklich reizten: Transalp, Deauville, Pegasus, V-Strom. Also hab ich mal nach diesen Modellen gesucht, und ganz in der Nähe eine V-Strom gefunden. Händler angerufen, Probefahrt gemacht, extrem überrascht und begeistert gewesen, aber leider war sie schon reserviert, und der andere Kunde hat dann zugeschlagen. Aber ein anderer Händler hatte eine blaue V-Strom mit ABS, Erstzulassung im 3. Quartal 2006 (aber 2007er Modell), 9500 km Laufleistung, in Zahlung gegeben 2009, seit dem beim Händler im Eck gestanden :sad::( .

Nach einem Service incl. neuem Vorderreifen, Tieferlegung und einer MFK („Motorfahrzeugkontrolle“, Schweizer Pendant zur TÜV Prüfung) konnte ich sie am Freitag abholen.

Heute habe ich sie Vicky getauft.

Lachs in Cidre

Lachs in Cidre, oder Suure Most, oder Äppelwoi.

Beginnen wir mit dem Reis. Wir kochen Basmati Reis mit etwas Salz – fertig. Das war einfach.

Nun zum Spinat: Blattspinat erwärmen, vorsichtig salzen, mit Kardamom-Pulver, Muskatnuss und Pfeffer abschmecken. Dann 3 bis 5 EL Kokosmilchpulver mit etwas Milch oder 2 dl Kokosmilch dazugeben und erwärmen.

Nun zum Lachs: eine kleine Zwiebel klein hacken. Ein 2 bis 4 cm langes Stück Ingwer klein hacken. Eine grosse Fleischtomate (am besten die Sorte ‚Berner Rose‘, die es nur im Juli gibt und schwer zu bekommen ist) klein hacken. Die Tomatensorte sollte wenig Glibber und Kerne haben und schnell zerfallen. Zusätzlich ca. 100 g Cherrytomaten klein würfeln. Auch hier vor dem würfeln den Glibber mit Kernen vorsichtig ausdrücken und entsorgen. Die Cherrytomaten zunächst zur Seite stellen.

Nussöl in eine Pfanne geben. Die Zwiebeln, den Ingwer und die gehackte grosse Tomate im Öl anschwitzen und weich werden lassen. Die Zwiebel sollte glasig werden, die Tomate zerfallen. Nicht zu stark erhitzen, damit das Öl sein Aroma nicht verliert und nichts anbrät. Jetzt in der Mitte der Pfanne Platz schaffen, indem der Inhalt zur Seite geschoben wird. Etwas Nussöl nachgeben und erwärmen – ebenfalls nicht zu heiss werden lassen. Den Lachs auf die freie Fläche legen mit der Haut nach unten. Jetzt die gewürfelten Cherrytomaten auf den Lachs geben.

In einem Glas oder Schüsselchen 2 dl Cidre (trocken!) oder Suure Most, etwas Vanille-Paste (kein Vanile-Zucker!), Cayenne-Pfeffer oder Chili-Pulver (sparsam), und Kardamom-Pulver verrühren und in die Pfanne geben (nicht auf den Fisch, sondern an den Seiten dazu giessen). Pfanne mit Deckel schliessen, Herd auf eine recht kleine Stufe stellen. Ca. 10 Minuten köcheln lassen, bis der Lachs an der Oberseite gar aussieht.

Optional: ein Stück Thunfisch in 2 mal 2 cm dicke Streifen/Riegel/Leisten schneiden. In einem Töpfchen Sesamöl, eine Messerspitze Wasabipaste, Zitronensaft, Vanillepaste und Pfeffer verrühren und Sesamkörner dazu geben, bis eine Paste entstanden ist. Thunfisch von allen Seiten mit der Paste bestreichen. In einer zweiten Pfanne Sesamöl erhitzen. Thunfisch vorsichtig hineingleiten lassen und von allen 4 Seiten kurz (30 Sekunden) anbraten. Jeweils vorsichtig wenden, damit das Stück nicht zerfällt. Danach herausnehmen und in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Der Fisch soll innen noch roh sein.

Servieren. Nach Wunsch mit frischen Korianderblättern garnieren.

Dazu trinkt man am Besten den Cidre.

Bonanza-Fahrrad

In den 1970er Jahren hatten die coolen Jungs ein Bonanza-Fahrrad: hoher Lenker, lange Gabel mit angedeuteten Federbeinen, langer Sattel mit Sissibar, doppelt ausgeführtem Oberrohr und, vor Allem, einer auf dem Oberrohr angebrachten 3-Gang-Schaltung mit dickem, feisten Schalthebel und einer unter einer Klarsichabdeckung laufenden grossen Ganganzeige. Wow. Die meisten Bonanza-Räder waren irgendwie aufgemotzt, mit bunten Fransen an den Lenkerenden und Fuchsschwanz an der Sissibar.

Ich hatte statt eines Bonanza-Rads ein blaues Klapprad. Wie uncool!

Die Gerechtigkeit lässt manchmal auf sich warten, aber zu meinem 51. Geburtstag war es so weit: Ein E-Bike in der 45 km/h Klasse mit einer NuVinci Nabe (Stufenlos!) und Bosch Tretlagermotor. Hergestellt von Riese & Müller: das Delite Hybrid HS in orange. Ich habe es dann noch mit passenden Bonanza-Aufklebern gepimpt. Seit dem habe ich fast 700 km damit zurück gelegt – zumeist auf dem Weg ins Büro. Läuft fantastisch!

Tessin

Kurzurlaub in Ascona (Mo bis Do), Hotel Ascona**** – sehr schönes Hotel am Monte Veritá.

Hochwasser an der Sense

Sensetal

Bike-Ausflug ins Sensetal, flussaufwärts über Thörishaus Richtung Schwarzwasser.

Pasta Primavera

Es ist Frühling. Zeit für leichte Küche. Aber trotzdem nicht auf die geliebte Pasta verzichten. Hier dreht sich alles um grünen Spargel. Wir brauchen:

– einen Wok
– einen grossen Topf zum Pasta kochen
– Pasta (Spaghetti, oder Bandnudeln, Lasagnette, Mafaldine, Tagliatelle, Bavette, Papardelle…)
– Butter (Ja, Butter. Keine Margarine. Die besteht aus gehärteten meist minderwertigen Ölen und bräunt auch nicht so schön wie Butter. Wer absolut keine Butter mag, soll ein hochwertiges Öl mit eher wenig Eigengeschmack nehmen, zum Beispiel Rapsöl mit Omega-3 Fettsäuren)
– Pinienkerne
– Frühlingszwiebeln
– grünen Spargel, ca. 3 bis 4 Stangen pro Person
– 2 dl Weisswein
– Optional: Geflügelfleisch, zum Beispiel Poulet oder, wie hier gezeigt, Entenbrust. Aber von Fleischliebhaber zu Fleischliebhaber sei gesagt, dass dieses Rezept auch ohne Fleisch wunderbar schmeckt und man nichts vermisst.
– Frisch geriebener oder gehobelter Parmesan

Bevor es an den Herd geht, wird vorbereitet. Wir schneiden alle Zutaten zurecht und setzen schon einmal das Wasser mit Salz für die Pasta auf.

– Geflügelfleisch in Streifen oder Würfel schneiden und zunächst beiseite legen.

– Frühlingszwiebeln von den dunkelgrünen, ledrigen, festen Blätterspitzen befreien. Danach so teilen, dass der weisse, dicker werdende Teil (die Zwiebel) und die hellgrünen Triebe getrennt vorliegen. Den weissen Teil längs halbieren und dann in dünne Scheiben schneiden. Die frischen Triebe schräg in Scheiben schneiden. Die Scheiben sollten doppelt bis dreimal so lang wie breit und ca. 3 mm dick sein.

– Spargel waschen, dann grosszügig (je nach Zustand 2 bis 5 cm) die trockenen unteren Enden abschneiden und wegwerfen. Die Stangen nun diagonal in dünne Scheiben schneiden. Die Scheiben sollten wie auch die Zwiebeln etwa dreimal so lang wie breit sein und maximal 3 mm dick. Wenn man durch die Scheiben gucken kann – umso besser. Die Spitzen längs halbieren.

– Jetzt die Pinienkerne in einer kleinen Pfanne oder einem kleinen Metallschüsselchen ohne Fett bei schwacher Hitze auf den Herd setzen und im Auge behalten und regelmässig bewegen. Die Kerne sollten langsam bräunen, aber nicht schwarz werden.

– Wok auf den Herd setzen, sehr heiss werden lassen, und einen grosszügigen Stich Butter hineingeben. Sobald die Butter schäumt, das Geflügelfleich in kleinen Portionen (je ca. 2 bis 3 Esslöffel) hineingeben und mit zwei Holzschabern ständig bewegen. Nach 2 bis 3 Minuten aus dem Wok in eine kleine Schüssel geben, und mit Alufolie abdecken. Alternativ kann man eine kleine Aluschüssel auf eine Herdplatte mit ganz kleiner Hitze stellen. Die Fleischwürfel sollten noch nicht gar sein – sie werden unter der Alufolie oder auf der Platte langsam nachgaren und dabei saftig und zart bleiben. Nach und nach die Fleischportionen entsprechend verarbeiten. Die Butter im Auge behalten: bevor sie schwarz zu werden droht, frische Butter nachgeben. Wenn das Fleisch vollständig verarbeitet wurde, etwas salzen und pfeffern (sehr sparsam mit dem Salz umgehen). Ein kleiner Spritzer Zitrone wirkt Wunder. Fleisch warm halten, aber nicht braten oder kochen.

– Für das Gemüse noch einmal Butter in den Wok geben und schaumig werden lassen. Pinienkerne im Auge behalten! Jetzt die Pasta in das Wasser geben und kochen. Im Auge behalten, damit sie nicht matschig kocht. Spargel und Frühlingszwiebeln in den Wok geben und bei starker Hitze (Butter sollte aber nicht schwarz werden) bissfest garen. Wenn der Spargel seine frisch-güne Farbe verliert und langsam olivgrün wird, ist es fast zu spät… der Spargel sollte zwar nicht mehr roh und schon etwas weich sein, aber nicht zu weich. Im Idealfall wird der Spargel in der Butter schön braun an den Rändern. Das gelingt nicht immer – aber nicht erzwingen, sonst wird die Butter schwarz oder der Spargel matschig. Jetzt den Herd unter dem Wok ausstellen. Die Restwärme reicht.

Da die nächsten Arbeitsschritte unmittelbar vor dem Servieren erfolgen müssen, sollte jetzt spätestens jeder auf seinem Platz sitzen und mit der Vorspeise (falls es etwas gab) fertig sein.

– Pasta abschütten, sobald sie fertig sind, und feucht in den Wok zum Gemüse geben. Gut mischen. Jetzt das Fleisch,den Fleischsaft und die Pinienkerne dazu geben und mischen. 3 Minuten ziehen lassen (nicht kochen oder braten!) und dabei vorsichtig mischen. Übrigens kann das Fleisch natürlich auch als Allerletztes dazu gegeben und untergemischt werden. Das gibt Vegetariern die Möglichkeit, sich ihren Teil zu retten. Dann aber den nächsten Schritt – das Befeuchten mit Weisswein – vorziehen, damit jeder in den Genuss kommt.

– Abschliessend – und unmittelbar vor dem Servieren- ganz wenig Wein über die Nudeln sprenkeln. Ein, zwei Esslöffel reichen aus – den Rest des Weissweins darf der Koch selbst trinken. Die Idee ist nicht, eine Sauce zu machen, sondern die Nudeln feucht glänzen zu lassen und dem ganzen einen leichten frischen Wein- und Fruchtgeschmack mitzugeben. Sofort servieren. Parmesan nimmt jeder nach Geschmack.

Bitte nicht mit Sahne oder irgendwelchen Fertigsaucen hantieren – das Gericht sollte „trocken“ mit der Pasta vermischt sein. Der letzte Schluck Wein gibt dem Ganzen einen Glanz, und sollte zusammen mit der Butter und dem Fleischsaft dazu ausreichen, ein Verkleben der hoffentlich bissfest gekochten Nudeln zu verhindern.

Ach ja, wenn der Koch noch einen Rest in der Flasche Wein gelassen hat, kann man den Weisswein wunderbar zur Pasta Primavera trinken.

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